Geschichte 

"Landshuter Hochzeit 1475"

(Quelle für die folgende Passage: www.landshuter-hochzeit.de)

"'Himmel Landshut' – der frohe Gruß, 'Tausend Landshut' – die stolze Antwort: an hochzeitlichen Tagen leben die 60.000 Bürgerinnen und Bürger der Bezirkshauptstadt von Niederbayern in ihrer prunkvollen Vergangenheit. Bei der „Landshuter Hochzeit 1475" freite der junge Herzog Georg von Bayern-Landshut die Polenprinzessin Jadwiga - Hedwig. Damals feierte man das üppigste Fest der späten Gotik, ein Anlass von europäischer Dimension. Heute zelebrieren die Landshuter nicht zuletzt zum eigenen Vergnügen den Gästen aus aller Welt Europas größtes und aufwändigstes historisches Kostümfest – eine veritable Dokumentation voller akribischer Hingabe zum Detail. Eine Stadt spielt Mittelalter. So perfekt, dass auch die Historiker begeistert sind.

Seit 1903 wird in der alten Hauptstadt Bayerns die völkerverbindende Super-Hochzeit als touristischer Großevent alle vier Jahre neu inszeniert. Unter der Regie des Vereins „Die Förderer" schlüpfen 2.400 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer in historische Kostüme und tauchen als Edeldamen und Junker, Ritter und Reisige, Gesindemägde, Pagen oder Ratsherren begeistert in die sinnliche Welt des Mittelalters ein (...)"

Die nächste Aufführung der "Landshuter Hochzeit 1475" findet statt vom 28. Juni bis 21. Juli 2013.

Markraf Albrecht, genannt Achilles, Kurfürst von Brandenburg

Markgraf Albrecht, genannt Achilles, Kurfürst von Brandenburg, stammte aus dem Hause Hohenzollern und wurde 1414 in Tangermünde geboren.

Seinen Zunamen 'Achilles' erwarb er sich durch seine Tapferkeit und Wagemutigkeit. Er wurde von Aeneas Sylvius als "deutscher Achilles" bezeichnet und von Papst Pius II. mit diesem Namen tituliert. Bereits in seinen Jugendjahren wurde er am Hofe von Kaiser Sigismund in allen ritterlichen Künsten bestens ausgebildet, so dass er wegen seiner Turniererfolge bald als 'irrer Renner' bezeichnet wurde. Aus dem Jahre 1442 ist ein von ihm glänzend geführtes Turnier überliefert, bei dem er 'nur im Seidenhemd gewandet und mit Schwerte und Schild bewehrt' alle Gegner besiegte. In den Turnierbüchern des 15. Jahrhunderts wird er als der tapferste, gewandteste, stärkste und als der einzig niemals überwundene Ritter hervorgehoben.

 

Albrecht Achilles' Stammsitz war - nach dem Tode seines Vaters Friedrich I. im Jahre 1440 - Ansbach. Mit dem Tod seines Bruders Johann der Alchimist 1464 erbte er das Fürstentum Kulmbach. Im Jahre 1470 fiel die Markgrafschaft Brandenburg von seinem Bruder Friedrich II. an ihn, so dass er von da an diese Würde und damit den gesamte Besitz des Hauses Hohenzollern erhielt. 

 

Als 'Markgraf' wurde ursprünglich ein Amtsträger genannt, der eine Grenzmark (Gebiet, das direkt an der Reichsgrenze liegt) zum Lehen hatte. Seine Hauptaufgabe bestand somit darin, das Reich gegen Angriffe von außen zu sichern. Im Gegenzug erhielt er die besonderen Befugnisse verliehen, Befestigungen zu bauen, fränkische Vasallen zugewiesen zu bekommen, über beträchtliche Heere zu verfügen sowie eigene Gerichtsbarkeit auszuüben.

Vom 12. Jahrundert an wurden die meisten Markgrafschaften in Reichsfürstentümer umgewandelt. Der Titel eines Markgrafen war also dem eines Fürsten nicht nur gleichgestellt, er war aufgrund seiner alten Wurzeln oftmals mit wesentlich mehr Ansehen unter den Großen des Reiches verbunden - ähnlich dem Titel eines Landgrafen, mit dem er ebenfalls gleichgestellt war. Der damalige Markgraf von Brandenburg erhielt mit der Goldenen Bulle von 1356 sogar kurfürstliche Rechte. 

Im Jahre 1415 übertrug König Sigismund die Mark Brandenburg an den hohenzollernschen Burggrafen Friedrich VI. Von da an führten die Hohenzollern auch den Titel 'Markgraf von Brandenburg' in ihrem Namen. Später verwendeten sie den Titel auch in ihren beiden fränkischen Fürstentümern Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Kulmbach/-Bayreuth, die allerdings mangels Grenzgebiet nicht selbst Markgrafschaften waren. Um den prestigeträchtigen Titel 'Markgraf' dennoch auf ihre fränkischen Gebiete übertragen zu können, verwendeten die Hohenzollern deshalb das (rechtlich durchaus fragwürdige) Wortkonstrukt 'Markgraftum' oder 'Markgrafentum'.

 

(Quelle für die folgende Passage: www.landshuter-hochzeit.de)

"Einer der bedeutensten Gäste bei der Hochzeit war Markgraf Albrecht, genannt Achilles, Kurfürst von Brandenburg. Seine Gemahlin Anna war Tochter des Kurfürsten Friedrich von Sachsen und Schwester der Landshuter Herzogin Amalie (Mutter des Bräutigams Herzog Georg von Bayern-Landshut).

Der Kurfürst fungierte bei der Hochzeit als „Hofmeister” und glänzte durch Reden und Organisationstalent. Er führte zusammen mit seiner Gemahlin nicht weniger als 1.370 Pferde mit sich, fast seinen ganzen Hofstaat und eine Gruppe von über hundert schmucken Edelfräulein. Vor dem Aufbruch lud er zu einem Fest nach Ansbach ein."

 

Markraf Albrecht Achilles, Kurfürst von Brandenburg, war insgesamt zweimal verheiratet und hatte 19 Kinder.

Es wird berichtet, dass sein schöner und starker Körper nach seinen Jahren auf den Schlacht- und Turnierfeldern von Wunden und Narben übersät war.

1486 nahm Albrecht Achilles trotz schwerer Krankheit am Reichstag zu Frankfurt am Main teil, auf welchem Maximilian I. zum König gewählt werden sollte. Unter den Belastungen des Reichstags verstarb er dort im stolzen Alter von 72 Jahren. Am 19. Juni 1486 wurde er in der Klosterkirche zu Heilsbronn beigesetzt.  

 

 

 

 

 

 

 

 

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